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Alt 10.12.2018, 10:37   #11
basti_79
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Zitat:
Zitat von perfidulo Beitrag anzeigen
So steht es aber nicht in den Lehrplänen, etwa für das Land Berlin, an die ich mich zu halten habe.
Hattest Du nicht vor kurzem noch energisch abgestritten, zu der Sekte derjenigen zu gehören, die sich aus Gründen der Niedertracht "an Lehrpläne halten" wollen?

Zitat:
Zitat von Void Beitrag anzeigen
In Anteilen gebe ich dir recht, doch wie würdest du ein flächendeckendes BildungsANGEBOT gestalten, sodass möglichst viele Individuen Bildung erhalten können?
Fällt Dir auf, dass Du schon in dieser Frage mehrere Fehler machst?
  1. Angebote und Rechte unterscheiden sich von Pflichten dadurch, dass den Empfängern/Subjekten freisteht, ob sie sie in Anspruch nehmen wollen.
  2. Wer hat denn das Ziel vorgegeben, dass "möglichst viele Individuen Bildung erhalten sollen"?
  3. Der Begriff "Bildung" ist undefiniert. Der kann in der Praxis alles bedeuten, von einer abgestempelten Urkunde über ein hohes Maß an Unterwürfigkeit hinweg bis hin zu jahrzehntelanger Zwangsarbeit unter schwerer struktureller Gewalt und ohne jede Form von Demokratie oder Recht.

Zitat:
Ich würde eher den inhaltlichen Aspekt einer Schulpflicht betrachten und verändern wollen, als grundsätzlich von einer Verpflichtung abzusehen.
Was meinst Du damit? Was ist "der inhaltliche Aspekt einer Schulpflicht" anderes als der Versuch, die Tatsache zu verschleiern, dass die Verfassung der Bundesrepublik in diesem Zusammenhang umgangen wird, um das von Dir oben umschriebene Ziel zu erreichen?
__________________
Perfidulo: Ich hatte erst vor, einen Roman darüber [über das verschwundene Mittelalter] zu schreiben.
Groschenjunge: Was ist der Unterschied zum Jetzt?
Perfidulo: Es quasseln nicht dauernd Leute dazwischen.
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Alt 10.12.2018, 16:43   #12
Rebecca Liebe
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Hi Void
Ich bin zwar keine Lehrerin, aber ich habe Kinder und weiß das jedes Kind entsprechende Fähigkeiten und Qualitäten hat. Und das die verschiedenen Kinder auch verschiedene Schnelligkeiten der Arbeiten unterzogen werden sollten. Jedes kind sollte nach seinem Tempo berücksicht werden. Es kann nicht sein, das alle gleich schnell sein sollen ansonsten werden sie aussortiert, so das sich viele Kinder beschissen fühlen und glauben das sie nicht so intelligent seien. Das ist schrecklich
Dieser Druck hört ja nicht auf, nach der Schule muss auch der bessere gewinnen, damit derjenige mehr Geld bekommt. Da ist auch Schnelligkeit gefragt. Arbeit, Arbeit, Arbeit.
So ist es total verkehrt. Die Unzufriedenheit wird mehr, die Depression auch, viele Wissen nicht was sie alles können und viel Neid entsteht. Das ist aber absichtlich so gemacht. Deshalb wird alles immer schlechter und schlimmer. Die Geliebte Jugend verliert sich dann in Spielerei und klotzerei und Aggression. Selbst die, die von Anfang an wissen was ihre Fähigkeiten sind und die Möglichkeiten haben damit Geld zu verdienen, sind dann irgendwann unzufrieden weil es immer das gleiche ist. Nur ne handvoll können das machen was ihnen Spaß macht, weil es dann auch abwechslungsreich ist.
Jetzt die Antwort.
Ich bin eine die sogar weil ich mich geschult habe, ein eigenes Dorf errichten könnte
Und so müsste es sein
Das Dorf müsste mit ganz viel Natur sein. Jeder Mensch sollte sein eigenes Hektar Land haben das unantastbar ist. Es darf keiner wegkommen werden. So dass es keine Existenz Angst mehr gibt. Wenn die Familie größer ist, dann brauchen die natürlich mehr Hektar Land. So das Es gerecht ist. Das Schulhaus müsste auch umrundet sein mit ganz viel natur.
Richtig wäre es mit der Natur zu erwachen. Und erst einmal Körperreinigung zu machen. Denn der Körper ist wichtig und heilig. Er sollte unbedingt gepflegt werden. Und bei mir im Dorf dürfte jeder freiwillig zur Schule gehen.
Die Schule ist Natur verbunden, die Kinder dürfen sich also mit der Natur beschäftigen. Im Frühling und Sommer natürlich mehr zu tun als im Herbst und Winter.
In der Schule wird handwerkliches unterrichtet. Mathematik, aber etwas anderst, z.B. die kleineren Kinder tun sich mit den größeren Kinder zusammen die durch Telepathie verbinden und somit Versuchen in einem Jahr den Mathematik Stoff zu lernen die normalerweise 5 oder mehr Jahre dauert. So eine Schule gibt es übrigens in Russland, die Kinder dürfen sogar Architekt sein und Erbauer, die bauen ein eigenes Haus. Das würde es bei mir auch geben. Denn Kinder sind intelligente, wundervolle Wesen die alles können wenn man es ihnen nur zutraut und sie für wichtig und besonders hält. Das ist kein Problem so etwas mit Kindern zu machen. Und jeder ist dann mit seinem Talent dabei und jeder einzelne wird dann für wichtig erhalten. Der eine kümmert sich um die Berechnung der andere um die Zeichnung oder beides. Gemeinsam wird abgesprochen wie etwas gebaut wird. Gerecht und fähr und jeder kann seine Ideen mit einbringen. Und der eine und viele bauen dann. Und jeder darf mitwirken so das alle glücklich sind. Und manche machen Möbelbau und der andere baut eher die Wände und decken. Usw. Für jeden ist etwas dabei. Und der andere darf ein Teppich knüpfen, die andere darf die Gardinen nähen.
Jeder ist wichtig.
In deutsch wird nur das zum lesen gebracht, was schön ist und lehrreich ist. Was für die eigene Entwicklung richtig und wichtig ist. Und jeder darf selber entscheiden was er gerade lesen will.
Dann gibt es noch Kräuterkunde, denn die ist total zurückgeblieben, durch die Kirche. Die pflanzen und heilkräuter sind sehr heilend für den Körper und wer sie kennt ist klar im Vorteil.
Nähen, zeichnen, malen, sticken, häkeln, singen, Instrumentunterricht, kochen, schnitzen. Alles mögliche ist dabei, so das es nicht langweilig ist.
Wenn z.B. zeichnen ist, dann wird nicht vorgeschrieben, sondern der freizeichner zeichnet so ein Bild nach seinen inneren Vorstellungen und der nachzeichner der darf alles um sich herum zeichnen oder sich etwas vom Internet, Rechner etwas aussuchen.
Geschichte sollte anders sein, viel anderster. Man sollte andere Länder ihre Sichtweisen auch zuführen, dann hätte man ein anderes klareres Bild für das Vergangene. Es sollte auch Lemurien und Atlantis und über die Sternengeschwister unterrichtet werden, das ist viel lustiger.
Es gibt noch mehr zu sagen, aber in so etwa kommt meine Vorstellung hin. Wie die Schule sein sollte und wie ein Dorf sein sollte, obwohl noch mehr über das Dorf zu sagen ist. Und natürlich sollte auch versucht werden gemeinsam an freie Energie gedacht zu werden. Ein Projekt zu starten.
LG. Rebecca
Rebecca Liebe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.2018, 19:22   #13
Void
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@Rebecca
Danke für deine ausführliche Schilderung. Interessanter Ansatz. In Anteilen werden manche deiner Aspekte bereits umgesetzt. Kindergärten und auch Schulen mancherorts und mit entsprechendem, pädagogischem Ansatz, versuchen sich daran - wie dir sicherlich bekannt ist. Leider findet auch hier eine Selektion der Empfänger statt, da sich nicht jeder (meist die Eltern) einen entsprechenden Platz leisten kann.

@Basti
Ich sehe hier keine Fehler, sondern deine Interpretation meiner (kurzen) Darstellung. Du darfst das Eine nicht mit dem Anderen vermischen.

Zitat:
Angebote und Rechte unterscheiden sich von Pflichten dadurch, dass den Empfängern/Subjekten freisteht, ob sie sie in Anspruch nehmen wollen.
..und eine Verpflichtung bestimmt nicht grundsätzlich das Angebot. In der Erziehung von Menschen sind extrinsisch gesetzte Verpflichtungen jedoch ein gängiges Mittel. Du bist, was deine Umwelt dir gestattet.

Zitat:
Wer hat denn das Ziel vorgegeben, dass "möglichst viele Individuen Bildung erhalten sollen"?
Abgesehen von der Einführung der Schulpflicht mit dem Ziel, Kinderarbeit zu reduzieren (Wahrheitsgehalt der Motivation für mich nicht belegbar), hat eine möglichst flächendeckende Bildungsmaßnahme viele "Vorteile", von denen etliche Bereiche unserer Gesellschaft/unseres Staates profitieren. Von dem her ist es mir nicht möglich, deine Frage zufriedenstellend zu beantworten, da ich nicht weiß, wer dies tatsächlich vorgegeben hat.

Diese "Vorteile" reichen von der Potenzialsteigerung und der Förderung kreativer Denkprozesse einer Person im Sinne einer spontanen und auch späteren Selbstverwirklichung innerhalb des Systems, bis hin zur Einreihung der Massen in den gewünschten Reigen der Gesellschaft.

Zitat:
Der Begriff "Bildung" ist undefiniert. Der kann in der Praxis alles bedeuten, von einer abgestempelten Urkunde über ein hohes Maß an Unterwürfigkeit hinweg bis hin zu jahrzehntelanger Zwangsarbeit unter schwerer struktureller Gewalt und ohne jede Form von Demokratie oder Recht.
Dies können Ziele von Bildung sein, doch der Begriff der Bildung bezieht sich auf den Lerninhalt. Was hat einen Menschen geprägt. Hier kann man nur darin unterscheiden, ob die Angst vor, oder die Zuneigung zu etwas, einen motiviert hat. Flucht oder Suche. Hinzu kommt die individuelle Ausstattung einer Person (Genetik und Vorerfahrungen).

Zitat:
Was meinst Du damit? Was ist "der inhaltliche Aspekt einer Schulpflicht" anderes als der Versuch, die Tatsache zu verschleiern, dass die Verfassung der Bundesrepublik in diesem Zusammenhang umgangen wird, um das von Dir oben umschriebene Ziel zu erreichen?
Nun, sie müsste nicht umgangen, sondern geändert werden. In der Bundesrepublik, wie in vielen anderen Ländern, gibt es ein klares Interesse daran, was einem Menschen beigebracht wird, da dies direkte Auswirkung auf das Handlungsrepertoir eines Individuums haben kann. Eine Weltanschauung entsteht.
Erziehung ist Manipulation ist Bildung.
Somit sage ich, wenn ich das Ergebnis verändern möchte, muss ich den (Lern)Inhalt verändern.
__________________
No, you're right.
Let's do it the dumbest way possible, because it's easier for you!
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Alt 10.12.2018, 23:01   #14
basti_79
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Zitat:
Zitat von Void Beitrag anzeigen
Zitat:
Angebote und Rechte unterscheiden sich von Pflichten dadurch, dass den Empfängern/Subjekten freisteht, ob sie sie in Anspruch nehmen wollen.
..und eine Verpflichtung bestimmt nicht grundsätzlich das Angebot.
Demzufolge ist es auch unaufrichtig, von einem "Recht auf Bildung" zu reden und gleichzeitig davon, dass man "dieses" bzw. das jeweils gemeinte, eigene Verständnis davon, mit Gewalt durchsetzen müsste. Bevor der Unterschied zwischen Recht und Pflicht nicht verstanden wird, braucht man eigentlich nicht über solche Fragen zu reden.

Zitat:
In der Erziehung von Menschen sind extrinsisch gesetzte Verpflichtungen jedoch ein gängiges Mittel.
Das rechtfertigt nichts. Es erklärt allerhöchstens irgendetwas. Und wir hatten hier auch nicht von "Erziehung" sprechen wollen, sondern von Bildung, und spezifisch von Schulbildung.

Zitat:
Du bist, was deine Umwelt dir gestattet.
Naja, wenn das Dein Bild des Menschen ist, dann gute Nacht, Marie...

Zitat:
Abgesehen von der Einführung der Schulpflicht mit dem Ziel, Kinderarbeit zu reduzieren (Wahrheitsgehalt der Motivation für mich nicht belegbar), [...]
Erst einmal wäre ein Beleg ja intersubjektiv nachvollziehbar. Darum geht es ja dabei. Und dann könnte man die Frage stellen, warum Du davon schreibst, wenn Du etwas nicht belegen kannst.

Zitat:
[...] hat eine möglichst flächendeckende Bildungsmaßnahme viele "Vorteile", von denen etliche Bereiche unserer Gesellschaft/unseres Staates profitieren.
Mag ja sein. Rechtfertigt das, die Verfassung zu brechen? Wozu hat man dann Eine?

Was noch viel wichtiger ist: Warum darf man keinen Unterschied mehr machen zwischen "Recht" und "Pflicht"?

Zitat:
Von dem her ist es mir nicht möglich, deine Frage zufriedenstellend zu beantworten, da ich nicht weiß, wer dies tatsächlich vorgegeben hat.
Wie kann das Wissen darüber, wer irgendwas erzählt hat, dabei helfen, irgendeine Frage zu beantworten?

Zitat:
Diese "Vorteile" reichen von der Potenzialsteigerung und der Förderung kreativer Denkprozesse einer Person im Sinne einer spontanen und auch späteren Selbstverwirklichung innerhalb des Systems, bis hin zur Einreihung der Massen in den gewünschten Reigen der Gesellschaft.
Jetzt sprichst Du sogar schon gegen Deine eigene Position. Hast Du das in der Schule gelernt?

Zitat:
Dies können Ziele von Bildung sein, doch der Begriff der Bildung bezieht sich auf den Lerninhalt.
Kannst Du diese Behauptung belegen?

Meiner Meinung nach geht es genauso um den "versteckten Lehrplan", und wie Du oben richtig schreibst, um Selektion und um Anpassung. Der Fehler liegt im System. Er lässt sich nicht aus der Welt schaffen, indem man davon schwafelt.

Zitat:
Was hat einen Menschen geprägt. Hier kann man nur darin unterscheiden, ob die Angst vor, oder die Zuneigung zu etwas, einen motiviert hat. Flucht oder Suche. Hinzu kommt die individuelle Ausstattung einer Person (Genetik und Vorerfahrungen).
Das erklärt nicht, warum man Lehrern Grausamkeiten durchgehen lässt und warum Schüler keine Menschenrechte haben.

Zitat:
Zitat:
Was meinst Du damit? Was ist "der inhaltliche Aspekt einer Schulpflicht" anderes als der Versuch, die Tatsache zu verschleiern, dass die Verfassung der Bundesrepublik in diesem Zusammenhang umgangen wird, um das von Dir oben umschriebene Ziel zu erreichen?
Nun, sie müsste nicht umgangen, sondern geändert werden.


Der Weg dahin ist klar: 2/3 des Bundestages, bei Erhalt des Wesenskerns der vorigen Fassung. Warum geht man diesen Weg nicht?

Zitat:
In der Bundesrepublik, wie in vielen anderen Ländern, gibt es ein klares Interesse daran, was einem Menschen beigebracht wird, da dies direkte Auswirkung auf das Handlungsrepertoir eines Individuums haben kann.
Quizfrage: Woher habe ich die Möglichkeit, genau dagegen zu opponieren?

Und selbst wenn: was bedeutet es für Dich, dass es "in vielen Ländern" irgend etwas gibt? In vielen Ländern gibt es z.B. den Islam als Staatsreligion oder die Todesstrafe. Mancherorts auch Beides. Warum sollte uns das zum Vorbild gereichen?

Was noch dazukommt: Schulverweigerern die Polizei auf den Hals zu hetzen, traut man sich nur noch in China, in der VR Nordkorea und in der BRD. Alle anderen Länder haben demgegenüber zivilisierte Gesetze.

Zitat:
Eine Weltanschauung entsteht.
Erziehung ist Manipulation ist Bildung.
Somit sage ich, wenn ich das Ergebnis verändern möchte, muss ich den (Lern)Inhalt verändern.
Du meinst: bevor Schülern die Menschenrechte gewährt werden, muss man den Lehrern beibringen, dass die Menschenrechte unverhandelbar sind? Oder etwas in die Richtung?

Bedauere: das scheint mir unsinnig. Diese Erpresser sollen ihre Opfer freigeben.
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basti_79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.12.2018, 19:11   #15
Void
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Zitat:
Demzufolge ist es auch unaufrichtig, von einem "Recht auf Bildung" zu reden und gleichzeitig davon, dass man "dieses" bzw. das jeweils gemeinte, eigene Verständnis davon, mit Gewalt durchsetzen müsste.
Gehen wir einmal davon aus, dass wir beide von Kindern bzw. jungen Erwachsenen sprechen.
Kennst du die Hintergründe, weshalb "dieses" forciert wird? In wessen Interessen denkst du, wird hier gehandelt?! Hier kannst auch du nur mutmaßen.

Zitat:
Und wir hatten hier auch nicht von "Erziehung" sprechen wollen, sondern von Bildung, und spezifisch von Schulbildung
.
Möchtest du das für uns bitte einmal differenzieren.

Zitat:
Naja, wenn das Dein Bild des Menschen ist, dann gute Nacht, Marie...
Jetzt bin ich wirklich gespannt, wie du das Gegenteil beweisen möchtest.

Zitat:
Und dann könnte man die Frage stellen, warum Du davon schreibst, wenn Du etwas nicht belegen kannst.
Nun ja, ich müsste auf den Lehrinhalt von Schulen zurückgreifen, um dies zu belegen, da ich beim ursprünglichen Verschwörungsstammtisch 1717 zur Einführung der Schulpflich leider nicht anwesend war, um eine wahrhaftige Aussage zu treffen. Ich muss es glauben oder nicht.
Du wirst dich also mit dem gängigen Reigen zufrieden geben müssen - sei ein guter Untertan

Zitat:
Jetzt sprichst Du sogar schon gegen Deine eigene Position. Hast Du das in der Schule gelernt?
Nein, ich erlebe es.
Dabei frage ich doch glatt einmal, was ist deiner Auffassung nach "meine Meinung"?

Zitat:
Warum darf man keinen Unterschied mehr machen zwischen "Recht" und "Pflicht"?
Wer sagt soetwas?

Zitat:
Kannst Du diese Behauptung belegen?
Klar. Du schreibt von Ergebnissen einer Bildung/Erziehung. Das ist das Gegenteil zu einem laufenden Prozess.
Inhaltlich gesehen ist Bildung nichts anderes als Erziehung, denn es entstehen bestenfalls prägende Erlebnisse/Erinnerungen, die weitere Entscheidungen des Individuums beeinflussen. Kleines 1x1 der Konditionierung.

Zitat:
Er lässt sich nicht aus der Welt schaffen, indem man davon schwafelt.
Wenn hier wirklich ein System dahinter steckt, können wir davon ausgehen, dass es weit und tief verankert ist. Nicht nur im Bildungssystem versteht sich. Was wäre deine Alternative zum "darüber schwafeln"? Werd doch mal konkret.

Zitat:
Das erklärt nicht, warum man Lehrern Grausamkeiten durchgehen lässt und warum Schüler keine Menschenrechte haben.
Jetzt greifst du aber ordentlich in die Trickkiste der Pauschalitäten. Es gibt Lehrer, die könnten dasselbe bezüglich ihrer verkorksten Schüler beklagen. Vielleicht hilft dir ein Blick über den Tellerrand der Hochschulen in die tieferen Gefilde der Pädagogik.

Zitat:
Warum geht man diesen Weg nicht?
Weil nicht jeder dein Problem sieht.
Zudem sind wir satt, faul und beschäftigt..

Zitat:
Woher habe ich die Möglichkeit, genau dagegen zu opponieren?
Wo opponierst du denn dagegen? Das was du machst, ist geduldet.

Zitat:
Und selbst wenn: was bedeutet es für Dich, dass es "in vielen Ländern" irgend etwas gibt?*
Es scheint zu funktionieren - die bedeutsame Frage ist nur, wem dabei einer abgeht.
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Alt 12.12.2018, 20:38   #16
basti_79
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Zitat:
Zitat von Void Beitrag anzeigen
Gehen wir einmal davon aus, dass wir beide von Kindern bzw. jungen Erwachsenen sprechen.
Nagut.

Zitat:
Kennst du die Hintergründe, weshalb "dieses" forciert wird? In wessen Interessen denkst du, wird hier gehandelt?! Hier kannst auch du nur mutmaßen.
Das stimmt nicht. Ich hatte davon gesprochen, dass irgendjemand sein eigenes Verständnis von "Bildung" oder "Erziehung" mit Gewalt durchsetzt. Und dass es unaufrichtig wäre, in einem solchen Zusammenhang von "Recht" zu sprechen.

Zitat:
Möchtest du das [Bildung ggü. Erziehung] für uns bitte einmal differenzieren.
Für die Zwecke dieser Diskussion können wir uns vermutlich darauf einigen, dass "Erziehung" der weitere Begriff ist (d.h. weite Teile von "Bildung" umfasst), und dass "Bildung" sich innerhalb von Schulen und unter der - direkten oder indirekten - Aufsicht von Pädagogen abspielt.

Darüber hinaus wird da ja unabhängig von der Definition von "Bildung" oder "Erziehung" und wider die Verfassung Gewalt angewendet.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Du bist, was deine Umwelt dir gestattet.
Naja, wenn das Dein Bild des Menschen ist, dann gute Nacht, Marie...
Jetzt bin ich wirklich gespannt, wie du das Gegenteil beweisen möchtest.
Möchte ich gar nicht. Was sollte das bringen? Du kannst von mir aus mit so einem Menschenbild durch die Gegend rennen. Wenn niemand außer Dir selber darunter leiden braucht, ist das vermutlich sogar für alle Beteiligten die günstigste Lösung.

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Diese "Vorteile" reichen von der Potenzialsteigerung und der Förderung kreativer Denkprozesse einer Person im Sinne einer spontanen und auch späteren Selbstverwirklichung innerhalb des Systems, bis hin zur Einreihung der Massen in den gewünschten Reigen der Gesellschaft.
Jetzt sprichst Du sogar schon gegen Deine eigene Position. Hast Du das in der Schule gelernt?
Nein, ich erlebe es.
Indem man Dir widerspricht, bestätigt man Dich also. Das ist ja wie bei Kirchens.

Zitat:
Dabei frage ich doch glatt einmal, was ist deiner Auffassung nach "meine Meinung"?
Keine Ahnung, ehrlichgesagt. Meine Meinung ist, dass unabhängig von Deiner Meinung die Verfassung unmittelbar geltendes Recht darstellt, und auch durchgesetzt gehört.

Zitat:
Zitat:
Warum darf man keinen Unterschied mehr machen zwischen "Recht" und "Pflicht"?
Wer sagt soetwas?
Leute, die in Frage stellen, dass man "das Recht auf Bildung durchsetzen" könne, wenn man die gewaltsam durchgesetzte Schulpflicht abschafft. Ich darf daran erinnern, dass das hier die Frage ist.

Zitat:
Klar. Du schreibt von Ergebnissen einer Bildung/Erziehung. Das ist das Gegenteil zu einem laufenden Prozess.
Inhaltlich gesehen ist Bildung nichts anderes als Erziehung, denn es entstehen bestenfalls prägende Erlebnisse/Erinnerungen, die weitere Entscheidungen des Individuums beeinflussen. Kleines 1x1 der Konditionierung.
Weia.

Warum darf man jetzt nochmal die Verfassung missachten?

Zitat:
Wenn hier wirklich ein System dahinter steckt, können wir davon ausgehen, dass es weit und tief verankert ist. Nicht nur im Bildungssystem versteht sich. Was wäre deine Alternative zum "darüber schwafeln"? Werd doch mal konkret.
Man könnte z.B. der Gewalt in den Institutionen Einhalt gebieten. Zuallererst sollte man die gewaltsam durchgesetzte Schulpflicht abschaffen. Ich denke, so wären viele Probleme in diesem Zusammenhang tatsächlich gelöst.

Zitat:
Zitat:
Das erklärt nicht, warum man Lehrern Grausamkeiten durchgehen lässt und warum Schüler keine Menschenrechte haben.
Jetzt greifst du aber ordentlich in die Trickkiste der Pauschalitäten.
Stimmt nicht. Erst einmal gibt es keine Gleichheit im Unrecht. D.h. Gewalt gegen Schüler ist genauso Unrecht wie Gewalt gegen Lehrer. Unabhängig von den Tätern übrigens.

Lehrer sind aber in einer Position, die es ihnen ermöglicht, viel mehr Gewalt gegen Schüler auszuüben, als umgekehrt ausgeübt wird.

Zitat:
Es gibt Lehrer, die könnten dasselbe bezüglich ihrer verkorksten Schüler beklagen.
Das mag sein. Was sagt uns das aber? Werden so staatliche Willkürakte und Verfassungsbrüche legal?

Zitat:
Vielleicht hilft dir ein Blick über den Tellerrand der Hochschulen in die tieferen Gefilde der Pädagogik.
Wo verortest Du denn bei mir einen "Tellerrand der Hochschulen"?

Nenne doch bitte eine Hochschule, in der die Meinung geäußert werden darf, dass die derzeitige Form der Schulpflicht verfassungswidrig ist und geändert gehört. Bonuspunkte gibt es, wenn diese Hochschule Lehrer-Lizenzen ("Staatsexamen Lehramt") verteilt.
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